Angst 2010 |
Angst
Bei
Dunkelheit werd ich von Angst gepackt und
kalter Schweiß tropft mir aus allen Poren. Ich bin
vor langer Zeit im Moor versackt, erstickte
fast und war schon halb erfroren. Doch
fremde, unbekannte Wesen halfen mir, als meine
Lebenssäfte zu versiegen drohten, Sie waren
weder Mensch noch Tier, die mich
zu retten sich anboten. Ich
dankte Ihnen kurz und flüchtig und lief
dann schnell hinfort von jenem Ort, von dem
ich bald erfuhr er sei berüchtigt, denn
Mancher, den es zog von Süd nach Nord, ward hier
zum allerletzten Mal gesehen. Solch
Schicksal sollt' mich nicht ereilen doch sah
schon in den Ästen schwarze Krähen und
hinter jedem Baume Schatten, die mit Beilen, den Kopf
von meinem Körper hauen wollten. Der
Vollmond äugte zwischen dunklen Wolkenbänken, aus denen
Blitze zischten und Gewitter grollten, Mich
wollten meine Beine nicht mehr weiter lenken, doch
irgendwie hat mich mein Heim gefunden. Die Angst
vergrub sich tief in meinem Herzen, und weiß,
bei Nacht, im fahlen Licht von tausend Kerzen:
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