Ich stehe hier und bin noch ganz benommen,
an einem großen, starken Eichenbaum,
und weiß genau- dies war nicht nur ein Traum:
ich bin aus einer anderen Welt gekommen.
Ganz sanft hat er mich in sein Reich geführt,
mit seinen Wurzeln hielt er mich umschlossen.
Ich fühlte mich in neue Form gegossen,
er hat mich tief mit seinem Sein berührt
Ich spürte, wie die Beine mir versagten
doch seine große Kraft hielt mich umfangen
Ich nahm es wahr ganz ohne Furcht und Bangen,
Gefühle die mich sonst tagtäglich plagten.
Da waren Sehnen, Rauschen, Dehnen, Wallen
Nicht Raum und Zeit - nur Glück und Seligkeit.
Da war ein Ahnen von Unendlichkeit -
bin fest verwurzelt durch das Sein gefallen.
Ich bin erfüllt vom grenzenlosen Schweigen,
und dafür dank ich meinem Eichenbaum
Heut leb ich dieses Leben wie im Traum-
ganz leise spielt der Wind in seinen Zweigen