Kaspar 2009

Kaspar



Ein kleiner Junge liegt im dunklen Keller
kein Lichtstrahl hat ihn je erfasst.
Noch nie hat er geliebt, noch nie gehasst
und vor ihm steht ein alter Eisenteller.

Er hat keine Herkunft, keine Namen,
das Draußen wurd von ihm noch nie geschaut.
Das Herz in seinem Innern klopfte ihm oft laut,
wenn Ängste über seine junge Seele  kamen.

Auf seinen dünnen Beinen stehen
konnte er nicht lernen. Er kriecht im Kot,
den er nicht riecht, dafür die Krumen Brot;
der Hunger lässt ihn an der Stahltür flehen.

Vor Schmerzen weint er Tag und Nacht,
durch sie kann er sich selber spüren.
Sie werden ihn zum Licht hinführen,
aus dem er dann nicht mehr erwacht.

2009
  


 
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