Königin 2009

Königin



Ich bete ihre Massen an
die fetten Wülste um den Bauch.
Auf dass sie nie mehr flie(h)gen kann:
sie ist so prall wie ein gefüllter Schlauch.

Ich schütze unser trautes Heim
verausgab mich für sie den ganzen Tag.
Die feuchten Höhlen sind wie Leim:
darin zu kleben, ist es was ich mag.

Ihr voller Leib ist übersät mit Schwären,
den dreh ich auf dem Bett zur Seite.
Ich kann nur so mit ihr verkehren,
indem ich sacht von hinten in sie gleite.

Das Haus umweht ihr Wohlgeruch,
die Nachbarn scheints zu stören.
Es heißt, auf diesem Viertel liegt ein Fluch,
dass Frauen ihre Fruchtbarkeit verlören.

Nur meine Königin gebärt ein jedes Jahr
ich kann den Nachwuchs kaum ernähren
Es ist nun eine große Kinderschar
doch will mich nicht beschweren.

Am Tag an dem sie uns verlassen
werd ich mich in die feuchten Höhlen legen
vergrab mich in den weichen Massen
schlaf ein in ihr und werd mich niemals mehr bewegen.
  


 
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