Der Wal 1989


Ein letztes Lied zum Abschied,
die ganze Welt darin verborgen,
vom Anfang bis zum Ende.

Ein letzter, einsamer Ruf,
in die tote, unendliche Wasserwüste.

Das Meer schäumt,
der Himmel erbricht sich,
das Land verbrennt.

Alles hat er gewusst,
Gesungen hat er davon.

Fast schwerelos versinkt
der große, graue Wal.
Mit dem letzten Lidschlag
seiner tiefen, traurigen Augen,
versinkt auch diese Welt.

Zerfetzt von einem kalten Wind,
wird sein mahnender Gesang,
über die schäumende See,
an die brennenden Ufer getragen.

Januar 1989
 
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