Meiner Katze (Kali) gewidmet
Grad noch hat sie sich ihr Fell gepflegt,
die Augen halb geschlossen,
in Falten ihre Stirn gelegt,
als sei sie leicht verdrossen.
Der Stuhl auf dem ich sitzen wollte,
wurd nun zu ihrer Lagerstatt;
Respekt den ich ihr gerne zollte,
auf den sie wahrlich Anspruch hat.
Dort liegt sie nun und scheint zu träumen,
vielleicht von Mäusen auf dem Feld,
von Vögeln in den hohen Bäumen,
vielleicht von einem Hund der bellt.
Die Sonne wärmt ihr weiches Fell.
Ein Pfötchen zuckt im Licht,
verlass den Raum ganz schnell,
denn stören will ich meine Katze nicht.
Nach Stunden sehe ich sie wieder,
die Küche ist der angestrebte Ort.
Am Fressnapf lässt sie sich nun nieder,
sie schüttelt sich und ist gleich wieder fort.
Was gestern noch zu schmecken schien,
scheint heute nichts mehr wert zu sein.
Die Ignoranz hab ich ihr gleich verziehn
und fülle neues Futter ein.
So kann ich ihre Liebe mir erhalten-
tu alles was sie will von mir;
Prinzipien die noch früher für mich galten
hab ich geopfert für mein kleines Kuscheltier.
2009