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Träume


Ich gehe verloren in dieser kalten Stadt
in der Neon das Grün der Bäume ersetzt;
in der man den Himmel verkabelt hat,
in dem sich auch noch der letzte Vogel verletzt.

Ich habe zu Sprechen verlernt,
da es niemanden gibt, der noch hört.
Sich jeder weiter vom anderen entfernt -
selbst nächste Nähe wird langsam zerstört.

Ich kann kaum noch sehen,
die Sonne wird von Gasen verschlungen
die durch Betonschluchten wehen,
in die lang schon kein Licht mehr gedrungen.

Ich kann kaum noch fühlen;
die Sinne von quälenden Reizen verdorrt.
In meinem einsamen Herzen wühlen
Gedanken, wie an dem finstersten Ort.

Auch das Hören ist mir schon vergangen
vom Lärm allüberall fühl ich mich taub.
Es gab eine Zeit als Vögel noch sangen
und in ihren Bäumen grünte das Laub.

Ich leg mich nun schlafen,
um träumend der Welt zu entfliehen.
Im Traumboot  verlass ich den Hafen,
um mit den Wolken ins Licht zu ziehen.

Wach auf dann am Morgen
die bunte Wiese von Flieder gesäumt;
kann Sehen und Fühlen, bin bar jeder Sorgen:
denn einmal mehr hab ich sehr schlecht geträumt....
 


 
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