Einige unbedeutende Vierzeiler
1.
Man sagt der Mensch sei frei in seinem Tun und Wollen,
dass er bestimmt was aus ihm wird.
Jedoch, am Horizont hör ich den Donner grollen
und glaub, dass man sich irrt.
2.
Ein Ziel hab ich heut klar mir definiert
und werd's ganz sicher auch erreichen.
Doch etwas Unvorhergesehenes ist dann passiert
und konnt dem Schicksal nicht mehr weichen.
3.
Ein Bild hängt an der Wand –
die Wand stürzt ein.
Das Bild liegt nun im Sand
viel einsamer könnt es nicht sein.
4.
Der Wind sich in den Ästen fängt,
ein Blatt fällt so zu Boden runter.
Ein andres noch am Zweiglein hängt,
tanzt mit dem Wind - wird immer bunter.
5.
Ich weiß Du bist allein,
würd gerne bei Dir sein.
Die Zeit wird lang so ohne Dich –
Du bist für mich viel mehr, als ich für mich.
6.
Das Herz wurd mir aus meiner Brust gerissen
dort hat ein Lichtlein einst gebrannt.
Ich wird es sehr vermissen,
weil ich’s ganz lustig fand.
7.
Ein grauer Tag, der Regen fällt
und trommelt auf die Dächer.
Ein lauter Schrei, der durch die Gassen gellt
.....wird aber immer schwächer.
8.
Wir trafen uns am Ende dieser Welt
wo alles steil nach unten fällt.
Den letzten Schritt den wir noch taten,
wird keine Menschenseele je erraten...
9.
Worte
Ich hätt so gern die Welt beglückt,
mit Worten warm wie Sonnenschein.
Wurd aber vom Gerwicht der Welt erdrückt
und fand dann nur noch Worte kalt wie Stein.
10.
Ganz leise schließt sich diese Tür
und fällt ins Schloß gleich hinter mir.
So betret ich einen neuen Raum
und gleite so von Traum zu Traum.
Mumbai 2008