Wach auf, Liebste!  2009

Wach auf, Liebste!


Wach auf, Liebste, nun wach doch endlich auf!
Die Zeit vergeht, Du schläfst so lange schon.
Auf Sommerwiesen blüht der rote Mohn;
auch dieses Jahr nimmt wieder seinen Lauf.

Ich sehne mich nach Dir tagein tagaus
und halte Deine zarte, kalte Hand.
Im Nu bedeckt der Schnee das weite Land,
doch bald schon gehen wir zu zweit hinaus.

Zerbrechlich leicht liegst Du in meinem Arm,
ich schütze Dich und hielte Dich gern warm,
wir tanzen durch den fahlen Mondenschein.

Dahin schwebst Du, ich spür dich kaum.
Du bist das zarte Blatt und ich der Baum -
ich lass Dich los - und bin jetzt ganz allein.


 


 
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